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Mittwoch, 25. September 2013

Apocolocyntosis


Oder: Was Latein mit Herbst zu tun hat.


Wer meinen recht frischen Blog verfolgt, hat meine Hauptherausforderung der letzten Woche mit Sicherheit erraten: Latein. Heute Abend wird das Latinum gebührend gefeiert, denn auch meine Mitstreiterin hat heute bestanden.


Ein Wort (neben Prosit und Nihil novi sub sole) brannte sich uns dabei besonders ins Gedächtnis, nämlich Apocolocyntosis. Es ist ein Werk von Seneca, der Philosoph und Schriftsteller während der frühen Kaiserzeit war. Im Jahr 54 wurde das Werk "veröffentlicht", dass in einer Art Satire pyrische und prosaische Elemente vereint. Der Inhalt soll uns aber nicht weiter interessieren, denn das Beste an alledem ist die Übersetzung des Titels: Verwandlung in einen Kürbis
Und weil alle von #halloherbst13, Kürbissen und Kürbissuppen reden, habe ich das zum Anlass genommen, mein Lateinchaos zu verwandeln:

und zwar in eine herbstliche Deko mit Kürbissen, Zierquitten und mir namentlich unbekannten hübschen Ästchen aus dem Hinterhof. Also außer den Kürbissen. So... und jetzt ignorieren bitte mal alle die Knicke in der Decke. Danke.

Um das ganze unserer momentanen Sucht nach Lego-Figuren anzupassen (ich möchte darauf hinweisen, dass sich auch die Marketingabteilung von Lego vom Lateinischen leiten ließ. Lego heißt nämlich - wer hätte das gedacht - "ich sammle"), haben es sich zwischen den ganzen herbstlichen Dingen der Schimmelreiter und ein Wiesenmadl bequem gemacht. Während letztere vorm Räucherhäuschen gemütlich ihre Breezn durch die Luft wirbelt, dient die Vogelscheuche nicht nur zum Schutz der Kürbisse, sondern spielt sich auch als Wächter des improvisierten Altars für die Kapitolinische Trias auf - meine Kreativität ließ sich also gänzlich von dem Batzen Lateinwissen in meinem Kopf leiten. 

Caesar darf natürlich auch nicht fehlen und hat's sogar auf's Podest geschafft. 


So. Und weil ich für tolle Herbstfotos, Kastanienmännlein und herbstliche Rezepte keine Zeit hatte (Okay, letzteres ist gelogen, aber meine Küche ist einfach gänzlich ungeeignet für hübsche Fotos. Was mich nicht daran hindern wird, euch bald über die Rezepte aus "meiner Küche" ins Bild zu setzen!) haue ich diese wundersame Verwandlung, für die Latein immerhin mal ein kleines Lob als Ideengeber verdient hat, in Julis Topf, auf dem #halloherbst13 steht.

Dienstag, 24. September 2013

Lisa liebt die Helden des Alltags auch.


Manchmal ist der Alltag schnöde und öde. Was sich reimt, ist natürlich eigentlich gut - allerdings nicht, wenn der Alltag die Hauptrolle spielt. 
Roboti liebt die "Helden des Alltags" und stellt jeden Dienstag einen neuen vor. Ich schließe mich ihr an, denn: Auch die kleinen Dinge machen das Leben schöner. Weg mit dem schnödenöden Alltag!

Heute hab ich keinen ganz alltäglichen Alltagsheld, aber eben habe ich meine wahrscheinlich schlimmste Prüfung mit gutem Ergebnis überstanden: das Latinum. Nach drei Semestern Latein, wochenlangem Übersetzen, tagelangem intensiven Lernen und einigen lateinlastigen Albträumen ist es geschafft. Heute wird nur noch abgefragt, denn meine Mitleidende hat ihre mündliche Prüfung erst morgen. Auch sie bekommt einen Caesar als Glücksbringer und dann exisitert Latein nur noch auf einem Papier.

Ein Prosit ("Es möge nützen") auf die kleinen und großen Erfolge im Leben!