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Mittwoch, 4. Dezember 2013

Sommer, Sonne, Strand und mehr sommerliche Lomoliebe.

Vor einiger Zeit habe ich euch den Strand gezeigt, der mir mein einziges Ostsee-Schwimmerlebnis in diesem Jahr ermöglichte. Das war zur Radtour auf Usedom und es war ein Traum - wenn auch nur ein kurzer und ziemlich kalter. Nur zur Erinnerung: Wind, Wellen und blauer Himmel.



Wie bereits erwähnt, legten wir nach der Mittags- und Schwimmpause mehrere Stopps ein. Neben einer Eispause im Seebad Heringsdorf, wo uns die Sportler des Usedom-Marathons über den Weg liefen, hielten wir außerdem kurz an der Grenze zwischen Deutschland und Polen. Einzig und allein deshalb, um alle Radler wieder beieinander zu haben - und um ein Foto zu schießen natürlich!

Während der Fahrt durch Polen habe ich als wahrhaft wagemutiger Lomograph übrigens Regel #4 der 10 Goldenen Regeln der Lomographie (Lomography sieht in deutschem Zusammenhang echt blöd aus!) abgewandelt: Aus "Übe den Schuss aus der Hüfte!" mach "Übe den Schuss aus dem Fahrradkörbchen"! Ja, das war wirklich ein Abenteuer, denn immer, nachdem ich die La Sardina in ihr Filztäschchen zurückgepackt hatte, entdeckte ich ein neues Motiv und nestelte sie einhändig wieder heraus.



Nachdem wir schließlich wieder auf deutschem Boden waren, machten wir einen Abstecher zum Golm*, auf dem sich eine Kriegsgräberstätte befindet. Auf einer recht weitläufigen Wiese, die über mehrere Hügel verläuft, sind unzählige kleine Holz- und Steinkreuze verteilt, die an die Opfer des Bombenangriffs auf Swinemünde im Zweiten Weltkrieg erinnern.
Zuguterletzt fuhren wir nach Kamminke, direkt anne Küste! Dort legten wir aber dann wirklich die letzte Pause ein, denn nach Käffchen und Eischen (leider nicht vom obertollen Eiswagen) ging es wieder zurück nach Korswandt.







Das war es auch schon mit den Usedom-Foto-Eindrücken. Ich bin ja schon stark am Prinzesschen spielen, dass mein lieber Herr Papa, dessen Herz eher für die Berge schlägt, einem Familien-Radel-Urlaub auf Usedom nachgibt. Mich würde es freuen, denn ich fand's (sogar mit Leihfahrrad) mehr schön als anstrengend.

Das Bild vom Golm und der Eiswagen zählen übrigens zu meinen absoluten Lomo-Lieblingen in den letzten Monaten.


Jetzt aber erstmal: Winter und Weihnacht!


* Der Name Golm leitet sich von einem slawischen Wort für Hügel ab, deshalb auch "auf dem Golm". Ich finde ja, dass das doof klingt, aber das will ja keiner hören.

Samstag, 2. November 2013

Wer kommt mit an den Strand?

Anfang September war ich zum ersten Mal bei der alljährlichen Radtour der Familie meines Freundes dabei. Von Korswandt* aus ging es über Bansin, das Seebad Heringsdorf, Ahlbeck nach Swinemünde und schließlich über Golm zurück zum Ausgangspunkt. Das Wetter war bombig und die Landschaft für eine Fahrradtour wirklich super geeignet. Ich persönlich bin ja nicht so der aktive Typ, aber einer Radtour auf Usedom würde ich seit diesem Tag nur bei einer zu hohen Kilometerzahl widersprechen.

Es war wirklich toll, aber das Beste war, dass ich es an diesem ersten Septemberwochenende sogar noch geschafft habe, in Bansin kurz in die Wellen zu springen. Das Wasser war eiskalt, aber neben dem nächtlichen Baden am Lido ist das eine meiner schönsten Sommererinnerungen in diesem Jahr.


Die drei oberen Bilder sind auch genau an diesem Strand entstanden. Im September an die Ostsee zu gehen lohnt sich, wie man an dem recht leeren Strand sieht!

Beim letzten Bild habe ich ein Motiv ausprobiert, dass mir während der Tour im Kopf rumspukte, nämlich eine Stadt unter Wasser. Eine Stadt war leider gerade nicht in der Nähe, deshalb habe ich schließlich einfach das schöne Stückchen Strand hinter meinem Rücken ausgewählt. Besonders die Krümmung des Horizonts gefällt mir an diesem Bild wahnsinnig gut.
Außerdem eine Frage an die La Sardina-Kenner: Gibt es eine Möglichkeit, diese Lichtdingens wie in der rechten, unteren Ecke zu vermeiden?


Nach der Strandpause und einem Eis-Zwischenstopp in Heringsdorf, wo uns die Läufer des Usedom-Marathons begegneten, legten wir einen weiteren Stopp an der Westmole ein. Windmühlen- und Türmchenfotografie! Die Windmühle ist laut Wikipedia eines der Wahrzeichen der Stadt und eigentlich eine Mühlenbake, die 1874 erbaut wurde. Sie ist deshalb eine Bake, weil sich ihre Flügel anfangs noch drehten, um blinkendes Leuchtfeuer zu erzeugen. Also eine Mischung aus Windmühle und Leuchtturm.

Neben unserem Fahrradabstellort entdeckte ich noch diesen weißen Riesen, von dem ich allerdings keinerlei Informationen habe. Außerdem war er eingezäunt, aber wenn das nicht der Fall gewesen wäre, hätte man sicher einen wunderbaren Blick von dort oben gehabt.


*An dieser Stelle kann ich unbedingt die Ferienwohnungen und vor allem das wahnsinnig tolle Frühstück des "Sonnhotels" empfehlen!